Home-Office und Steuerrecht

Die Gewerkschaft hat die Begutachtungsphase für die neuen Home-Office Regelungen genutzt und unsere Kritik eingebracht: Die von der Regierung geplanten steuerlichen Maßnahmen wären zum Nachteil der ArbeitnehmerInnen von der Sozialpartnereinigung abgewichen. Nun hat das Finanzministerium den Gesetzesentwurf im Sinne der Beschäftigten repariert.

Die neuen Regelungen zum Steuerrecht im Home-Office sind jetzt beschlossen:

Zahlungen der Arbeitgeber für Aufwendungen, die man im Home-Office hat – seien es WLAN, Strom, Heizung oder der Einsatz eigener digitaler Arbeitsmittel (z.B. Laptop, Handy) – sind bis zu 3€ je Home-Office-Tag, aber maximal bis zu 300€ pro Jahr künftig steuerfrei. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen Situation, wo derartige Pauschalzahlungen besteuert wurden.
Zahlt der Arbeitgeber weniger als 3€ je Tag, kann die Differenz als Werbungskosten abgesetzt werden.

Außerdem können ArbeitnehmerInnen ab 2021 bis zu 300€ pro Jahr für ergonomisches Mobiliar und Beleuchtung steuerlich geltend machen. Voraussetzung dafür ist, dass der oder die Beschäftigte zumindest 26 Tage jährlich im Home-Office arbeitet.  Der Vorschlag des Finanzministeriums im Gesetzesentwurf lautete hier 42 Tage. Wir konnten die Zahl der erforderlichen Tage also deutlich reduzieren.

Die Regelungen gelten vorerst bis Ende 2023. Wir setzen uns selbstverständlich für eine Verlängerung als unbefristete Regelung ein.

Für bereits 2020 gekauftes Büromobiliar gilt: Grundsätzlich beträgt der Höchstbetrag im Jahr 2020 150€. Wird dieser nicht ausgeschöpft, kann die Differenz auf 150€ im Jahre 2021 hinzugerechnet werden. Das heißt, dass für die Jahre 2020 und 2021 gemeinsam maximal 300€ geltend gemacht werden können.

Ein Beispiel: Im Jahr 2020 wird ein Drehsessel um 100€ angeschafft und in der Veranlagung geltend gemacht. Im Jahr 2021 kann daher Büromobiliar um maximal 200€ geltend gemacht werden.

Genauere Infos dazu findest du hier:  ZU DEN INFOS VOM FINANZMINISTERIUM

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