Gewerkschaft GPA: Pflege vor Zusammenbruch – Zivildiener und Grundwehrdiener sofort einsetzen!

Presseaussendung der GPA:

Notstand ist erreicht, Gefahr des Zusperrens von Heimen

Wien (OTS) – „Die Pflege steht vor dem Zusammenbruch. Hunderte Beschäftigte melden sich bei uns und sagen, dass sie kurz davor sind, die Pflege zu verlassen. Wir haben einen Pflegenotstand in Österreich. Als Sofortmaßnahme muss die Regierung der Pflege mehr Zivildiener zuteilen und Grundwehrdiener einsetzen, sonst schließen bald die ersten Heime mangels Personals“, warnt Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA. ++++

„Wir haben eine massive Pflegekrise. Die Beschäftigten, die vor 20 Monaten noch als Heldinnen gefeiert worden sind, werden jetzt von der Politik im Stich gelassen. Bundes- und Landesregierungen versagen auf ganzer Linie bei der Unterstützung der Pflegekräfte. Es gibt seit Monaten kein Durchschnaufen in den Pflegeheimen und der mobilen Pflege. Wenn jemand in Quarantäne muss, müssen Kolleginnen einspringen. Es kann so nicht weitergehen“, unterstützt Beatrix Eiletz, Betriebsratsvorsitzende bei der Volkshilfe Steiermark und Vorsitzende des Bereichs Pflege in der Gewerkschaft GPA.

Barbara Teiber erklärt die Forderung der Gewerkschaft GPA: „Es müssen als erster Schritt sofort wesentlich mehr Zivildiener den Heimen und mobilen Diensten zugeteilt werden und es müssen Grundwehrdiener abgestellt werden, die einen Teil der administrativen Arbeit abnehmen können. Jede helfende Hand wird jetzt gebraucht. Außerdem braucht es mehr Geld und deutlich mehr Personal für den Pflegebereich. Dass sich keine Pflegekräfte finden lassen, lassen wir nicht gelten. Würde man Pflegekräften so viel bezahlen, wie ihre Arbeit wert ist, dann fänden sich genug Beschäftigte.“

Teiber und Eiletz unisono: „Es geht um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Es geht aber auch um die Versorgung der Bevölkerung. Wenn keine Zeit mehr für die emotionalen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner ist, weil es extreme Unterbesetzungen gibt, dann muss endlich Schluss sein mit den Ankündigungen, faulen Ausreden, Masterplänen und Arbeitsgruppen.“

Pressesprecher der Vorsitzenden  – Daniel Gürtler

noch ein Hinweis:

das ist eine Forderung für eine sofortig Unterstützungsmöglichkeit. Wenn ihr andere Ideen habt, dann bitte anrufen: 0676 870 836 oder Mail an: beatrix.eiletz@stmk.volkshilfe.at

diese Forderung ändert aber nichts an unserer Forderung: „mehr Zeit, mehr Geld, mehr Personal“

dein Betriebsratsteam

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