Elementarbildung: Eine Mogelpackung als Ergebnis!

Nach langem Warten wurden letzte Woche endlich die Verhandlungen (“15a”) zwischen Bund und Ländern für die Elementarpädagogik abgeschlossen. Doch die Ergebnisse sind leider mehr als ernüchternd!

Mit je 200 Millionen Euro über fünf Jahre gibt es gerade einmal 57,5 Millionen pro Jahr zusätzliche Förderung für Pflichtkindergartenjahr, Sprachförderung und Ausbau. Das ist viel zu wenig!

Zur Erinnerung: Bereits im März hat ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann Bildungsminister Martin Polaschek ein umfangreiches Forderungspaket übergeben. Neben einer Milliarde Euro mehr pro Jahr forderten wir ein einheitliches Bundesrahmengesetz für die Elementarpädagogik, einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbildungsplatz ab dem 1. Geburtstag des Kindes, kleinere Gruppen und eine sofortige Ausbildungsoffensive.

Weshalb die versprochene Milliarde eine Mogelpackung ist und was es jetzt wirklich braucht, um die Beschäftigte, Eltern und Kinder zu entlasten, hat Korinna Schumann den Salzburger Nachrichten im Interview [Paywall] erzählt.

Kinderbildung als Schlüssel

Der fehlende Ausbau der Elementarbildung ist eine der größten Hürden, die Familien am Arbeitsmarkt zu bewältigen haben. Gemeinsam kämpfen wir seit Jahren für Verbesserungen, um allen Eltern die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie zu ermöglichen. Warum Kinderbildungsplätze so wichtig für die Vereinbarkeit von Familien sind, erklärte ÖGB-Expertin Charlotte Reiff bei einem Besuch der Sendung “Guten Morgen Österreich” im ORF:

Unser Einsatz geht weiter
Bis die Forderungen endlich erfüllt werden und die Beschäftigten, Eltern und Kinder echte Verbesserungen spüren, werden Gewerkschaften und ÖGB sich weiter für ihre Rechte einsetzen. Wir werden nicht lockerlassen, sondern so lange auf die Missstände hinweisen, bis sie endlich beseitigt sind, und die Beschäftigten ordentliche Arbeitsbedingungen haben.

Dein Team vom Betriebsrat und ÖGB

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